Bluesclub-Atmosphäre in der Marktscheune

„2. Wölfersheimer Mundharmonika-Tage“ überzeugen mit Akustik-Konzept

 

Ein Wochenende ganz im Zeichen der Bluesharp-Musik ging am 29.Mai 2016 mit einer Abschluss-Session in der heimischen Marktscheune zu Ende. Mit über 100 Workshop-Teilnehmern aus nah und fern hat die zweite Auflage der Wölfersheimer Mundharmonika-Tage nahtlos an den Erfolg des vergangenen Jahres angeknüpft. Aber nicht nur durch diese Zahl nimmt sich der Bluesharmonicatreff Wetterau bereits jetzt vor, diese Veranstaltungsreihe 2017 fortzusetzen. Der Verein freut sich insbesondere darüber, dass sich sein „Akustik-Konzept“ für die Konzerte in der Ortsmitte zu bewähren scheint.

 

„Cajon statt Schlagzeug, dazu vorwiegend akustische Instrumente und der Verzicht auf ein Engagement von Bluesrock-Formationen“, fasste Vereinsvorsitzender Klaus Steitz die Lärmschutzmaßnahmen zusammen, die der Bluesharmonicatreff mit Rücksicht auf die Anwohner rund um die Marktscheune veranlasst hat. „Außerdem wurden pünktlich um 22.30 Uhr die Verstärker abgeschaltet.“ Dass die Konzerte dadurch keinesfalls an Attraktivität verloren, zeigte sich bereits zum Auftakt. Den Freitagabend in der Marktscheune bestritten die Musikerinnen und Musiker des Vereins. Was sie sich bei den donnerstäglichen Treffen im Berstädter Hof erarbeiten, konnten sie jetzt einem größeren Publikum vorführen. In wechselnden Besetzungen groovte man sich durch eine Reihe von Bluesklassikern wie „Need my baby“, „St. James Infirmary“ und „Nobody knows you“.


Besonders stolz war Klaus Steitz auf seine Anfängergruppe. Nach den ersten Mundharmonika-Tagen gebildet, demonstrierte sie mit viel Beifall bedacht die Fortschritte, die sich unter fachmännischer Anleitung erzielen lassen. „Und ich stelle immer wieder fest, dass mit Spaß alle am besten lernen“, unterstrich Klaus Steitz die „Vereinsphilosophie“. Entsprechend motiviert ging es in den Samstag mit Lehrstunden für Percussion, Gitarre, Musiktheorie, Gesang und natürlich ganz viel Mundharmonika.

 

Für das musikalische Rahmenprogramm an der Marktscheune sorgten unterdessen „Papa Legba’s Blueslounge“,

 

 

Delta Danny

 


sowie die „Downhome Perculators“. Dieses Duo bilden bekanntlich der Harper Klaus „Mojo“ Kilian und der Gitarrist Bernd Simon, die beide auch zu den Dozenten des Wochenendes gehörten. Lag es etwa an ihrer perfekten Interpretation des Delta-Blues, dass sich das Wetter stellenweise ebenfalls so feucht wie am Mississippi zeigte?


 


„The sky is crying ...“ Das begeisterte Publikum rückte einfach unter den Schirmen und dem Dach der Marktscheune zusammen. So herrschte spätestens beim anschließenden Konzert der Dozenten eine tolle Atmosphäre, wie man sie sonst nur in echten Bluesclubs findet. Und dass es auf der Bühne ebenfalls wie in einem Bluesclub „abging“, dafür sorgte nicht zuletzt Dieter Kropp, einer der besten Bluesharper Deutschlands. Er kommt nicht nur regelmäßig in die Wetterau, um sein Wissen in Workshops zu vermitteln, sondern bindet souverän die ebenso namhaften Dozentenkollegen in das Konzertprogramm der Mundharmonika-Tage ein.

 

 

Am Sonntagmorgen zu Gast bei den Mundharmonikatagen die Gießener Formation Jost`n Wächter.



Am Schluss der dreitägigen Veranstaltung stand ein „ganz großes Danke“, das der Vorstand des Bluesharmonicatreffs Wetterau allen Helferinnen und Helfern aussprach. Und natürlich richtete sich der Dank auch an die Gemeinde, die die Mundharmonika-Tage vielfältig unterstützte. Bürgermeister Rouven Kötter hatte zudem wie im Vorjahr die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen.



Die Fotos unseres Fotografen Falk Sittner finden Sie hier>>>



  

 

 

 

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